Motivation der Hunde

 
Die Hunde sind das Element, das die Jagd in Rot so besonders macht. Ohne sie könnten wir auch einen Ausritt in der Gruppe unternehmen oder gemeinsam einen Vielseitigkeits-Parcours springen. Umso mehr lohnt es sich, den Hunden Augenmerk zu schenken. Der Amerikaner Dennis Foster, Geschäftsführer der der Amerikanischen Masters of Foxhounds Association, beleuchtet ihre Motivation.
 

Ob man nun jagt um zu reiten oder reitet um zu jagen  die Körpersprache des Hundes zu verstehen und zu erkennen was die Hunde machen, wenn sie sprechen , beides wird auf jeden Fall das Vergnügen an der Jagd erhöhen und das Wissen darum vertiefen. Wer sich darum bemüht wird feststellen, dass es ebenso spannend wie erfüllend ist herauszufinden, wie Hunde ticken und was sie wohl als nächstes tun werden. Bilder und Töne verdeutlichen die Ahnung und helfen, Hunde zu verstehen. 
 
Wenn man Hunde erst richtig lesen  kann, genießt man die Jagd umso mehr, und die Wahrscheinlichkeit wächst, dass man bei diesem Sport ganz nah dabei bleibt. Dieses Wissen kann einen schlechten Tag schön machen und einen guten Tag ganz phantastisch. Wer die Sprache der Hunde versteht, erlebt eine neue Dimension der Jagd, regt sein Denken an und verwandelt das, was manche für einen langweiligen Ausritt halten würden in einen aufregenden Tag voller Spannung.  
 
Wer als Pikör erfolgreich sein will muss Hunde lesen  können. Man kann gar nicht schnell genug reagieren oder Aktionen vorausahnen, wenn man Hunde nicht versteht oder ihre Körpersprache nicht deuten kann. Huntsmen wie Larry Pitts von der Potomac Hunt in Maryland glauben, dass dieses Verständnis um die Hunde das Schwerste ist was ein Pikör lernen muss.  
 
Hunde sind wie Menschen. Es gibt gute und schlechte, schlaue und dumme, gefühlvolle, mutige, dicke und dünne, Lügner und Betrüger, Außenseiter, Angeber, Beschwerdeführer, Klüngler, Augensterne und Liebenswerte.  
 
Hounds sind Athleten, gezüchtet über hunderte von Jahren auf Schnelligkeit, Mut, Triebkraft, Durchhaltewillen, Nase, Geläut und die unendliche Bereitschaft mitzumachen. Das sind nicht die typischen Eigenschaften des durchschnittlichen Haushundes, aber sie machen den guten Jagdhund aus.  
 
Wer als Pikör die Persönlichkeit des einzelnen Hound erkennt versteht ihn besser. Die Hunde im Kennel zu beobachten und auch außerhalb, wenn man mit ihnen spazierengeht, ist der beste Weg zu mehr Verständnis.  
 
Die Stimme des Hundes verrät viel. Ihre Stimmen sind genau wie die der Menschen sehr unterschiedlich und erkennbar. Mit viel Übung und durch häufige Begegnung können einige Huntsmen und Piköre ganz genau den einzelnen Hund an seinem Geläut erkennen. Das ist nicht schwer bei einigen wenigen Hunden, aber bei einem ganzen Pack ist es doch wohl erstaunlich. 
 
Unterschiedliches bellen, jaulen, heulen, janken, jiffen, das tiefe Läuten und schrille Fiepen  das alles hat eine unterschiedliche Bedeutung. Veränderung in der Tonart kann das Wechseln auf eine andere Fährte bedeuten, eine Kampfansage oder das Aufschließen auf die Beute. Junge Hunde haben eine unreife Stimme, Hündinnen sind üblicherweise heller in der Stimmlage als Rüden.  
 
Lautes Bellen kann heißen: Ich habe mich verirrt, bin verletzt, bin gestellt.  Die Häufigkeit des Tons kann anzeigen ob der Scent stark oder schwach ist. Plötzliches Verstummen kann zwei Dinge bedeuten: die Hunde haben die Beute gestellt oder sie sind komplett in der Irre.  
 
Wer genau genug hinhört, unterscheidet die Melodie und die Sprache der Hunde und kann sich ein Bild machen von dem was gerade passiert oder passiert ist - auch ohne es tatsächlich zu sehen. Während meiner Interviews für diesen Aufsatz haben viele Piköre mir gesagt, dass sie ihre Ohren dringender brauchen als ihre Augen, um ihre Aufgabe zu lösen.  
 

Verständigung ohne Worte
Wenn ein Hund seinen Kopf neigt und stoppt, dann versucht er meistens sich auf irgend etwas ihm Unerklärliches einen Reim zu machen. Junge Hunde halten öfter inne und schauen den Pikör oder Huntsman an, bevor sie irgend etwas in Angriff nehmen über das sie sich nicht ganz im Klaren sind oder bevor sie einen Blödsinn unternehmen. Wenn man diesen Moment erwischt, dann kann man sie mit einem einzigen Blick entweder ermutigen fortzufahren oder dazu bringen es sofort zu unterlassen. Oft genug sehen einem die Hunde direkt in die Augen und halten unseren Blick fest. Begabte Rüdemänner scheinen dann zu wissen was die Hunde denken und verständigen sich mit ihnen ganz ohne Worte.  
 
Die Position der Rute (Schwanz) sagt ebenfalls viel. Wir alle wissen, dass die Rute einen fröhlichen Hund anzeigt, wenn er wie wild wedelt wenn wir uns nähern. Ist die Rute dagegen matt oder gesenkt ganz ohne Bewegung, dann verrät sie einen unglücklichen, verängstigten oder kranken Hund. Jagt der Hund und hat das Wild noch nicht ausgemacht, dann bewegt er die Rute hin und her ungefähr auf Höhe seines Rückens. Hat er ganz leichten Fährtengeruch aufgenommen, dann senkt die Rute sich meistens nach unten und bewegt sich stärker und ausholender seitwärts. Sobald der Scent stärker wird senkt sich die Rute oft noch tiefer und bewegt sich schneller, manches mal fegt  der Hund damit sozusagen den Erdboden.  
 
Dieses deutliche Fächeln geschieht oft genug ganz kurz vor dem Laut geben. Der Hund bellt und arbeitet die Fährte aus, fächelnd mit der Rute umso stärker wie sich der Scent verbessert. Je stärker der Scent, um so lauter das Geläut und die Rute bewegt sich weiter seitwärts, aber hebt sich höher und die Bewegung verlangsamt sich. Aus vollem Halse ( full cry ) Laut gebend und je stärker der Scent und höher das Tempo, werden die Ruten gerade aufwärts oder sogar über den Rücken nach vorn gewölbt getragen, mit wenig oder auch ganz ohne Bewegung. Bei den besten Hounds steigert sich das Geläut in Lautstärke und Intensität sobald der Scent stärker und das Tempo schneller wird.  
 
Es gibt eine Theorie, dass ein zu schneller Hund kein gutes Geläut hat. Meiner Beobachtung nach trifft das zu, aber ein guter Hund, der wirklich schnell ist wird immer noch Stimme geben, wenn er aus voller Kraft rennt, eben nur nicht ganz so oft und so laut.  
 
Die Beobachtung der Rute verrät viel: ob der Hund fröhlich ist oder erregt, wie stark der Scent ist, ob er etwas in der Nase hat oder ob er es verloren hat, ob etwas nicht stimmt und wie angestrengt er arbeitet.  
 
Hunde, die arbeiten, zeigen oft eine sehr bewegte Rute. Beobachten Sie andere Hunde auf der gleichen Fläche, die der erste Hund gerade gequert hat. Zeigen sie die gleiche Kopf- und Ruten-Haltung oder eine gänzlich andere Reaktion? All das sind Anzeichen für die Wahrscheinlichkeit eine Beute auszumachen oder zu verlieren.  
 


Mehr als nur ein hübsches Gesicht
Das Gebäude ist auch ein Indikator der Fähigkeiten eines Hundes. Trotzdem kommt es vor, dass die willkürlichsten Gestalten manche der gefälligsten und körperlich bestanzusehendsten Hunde an Jagdleistung übertreffen und sie überdauern. Es gibt keine Formel für Herz , aber ganz sicher haben diese Hunde, wenngleich sie sehr selten sind, mehr Herz als andere und gleichen damit ihre körperlichen Unzulänglichkeiten aus.  
 
Genauso wie man eine schöne Frau oder ein hübsches Pferd bewundert, so gibt es attraktive Hunde. Aber hier liegt die Betonung nicht auf dem hübschen Gesicht. Hunde mit einem guten Gebäude, mit ähnlichen points wie bei einem guten Pferd, haben eine stärkere Belastbarkeit und sind die besseren Jäger. Der beste Weg mehr über das Gebäude eines Hundes zu lernen ist der Besuch von Hound Shows oder dabei zu helfen, Hunde auf Schauen vorzustellen.  
 
Farbe erleichtert es einem Pikör einen ganz bestimmten Hund zu erkennen. Viele verwechseln Gleichmaß mit Farbe. Gleichmaß bezieht sich auf die Körperform. Eine Meute sollte so gezogen sein, dass sie Gleichmaß im Gebäude zeigt und somit als Pack zusammenbleibt, weil alle Hunde ähnliche körperliche Voraussetzungen haben. Sobald das Gleichmaß im Typ gefestigt ist, kann die Farbe eine Überlegung wert sein. Der Anblick ist umso gefälliger für das Auge je ähnlicher sich die Hunde sehen, aber das ist nichts als die Glasur auf dem Kuchen.  
 
Sobald ein Pack nur noch leichte Unterschiede im Körpertyp zeigt und die Farbe einheitlich ist wird die Identifizierung einzelner Hunde schwierig. Jetzt zahlt sich aus, wenn einer die Persönlichkeiten unterscheiden und daran einen Hund erkennen kann. Außerdem gibt es oft genug Unterschiede in der Kopfform, beim Ansatz der Ohren oder der Rute und in der Bewegung, die unterscheiden helfen kann. 
 
Der Typ der Jagdhunde ist ein Anzeichen dafür wie das Pack jagt. Ohne hier groß in die Einzelheiten zu gehen so genügt es doch anzumerken, dass die unterschiedlichen Züchtungen entwickelt wurden um bestimmte Eigenschaften hervorzuheben und wünschenswertes herauszustellen. Keiner würde erwarten, dass sich ein Schäferhund so benimmt wie ein Cocker Spaniel oder umgekehrt. Die Stärken und Schwächen zu kennen kann helfen ein Pack zu verstehen.. 
 
Zufriedene glückliche Hunde sind die besten Jäger und am einfachsten zu kontrollieren. Sie wollen jagen und ihrem Huntsman zu Gefallen sein. Es fällt in die Verantwortung des Pikörs alles dafür zu tun damit das so bleibt. Der einzige Weg, der da hin führt, ist die Hunde zu kennen und vorauszuahnen was sie tun werden. 
 

Vertrauen eines Hundes gewinnen
Vor vielen Jahren als ich die Mells Hounds in Tennessee zu jagen begann gaben mir befreundete Huntsmen einige erfahrene Hunde um mir den Anfang zu erleichtern. Ich fuhr über Land und füllte meinen Transporter mit Hunden.  
 
Der letzte Stopp war bei Larry Pitts. Ich fuhr zu ihm und übernachtete dort. Mitten in der Nacht kam seine Tochter Laura in mein Zimmer und schrie, die Scheune brenne. Mein Auto und der Anhänger mit den Hunden, die ich bei anderen Meuten eingesammelt hatte, waren geparkt in der Nähe des Stalls. Als ich noch zum Auto rannte fuhr Larry den Truck schon aus der Gefahrenzone. Die riesige Scheune stand in hellen Flammen. Meine Hunde waren in Sicherheit  aufgeregt zwar, aber OK.  
 
Der Potomac-Kennel lag kaum 30 Meter von der Scheune entfernt. Die Hunde saßen ruhig im Außengelände und betrachteten das Inferno. Die Scheune war oben voller Heu, die Stallungen lagen darunter. Zum Glück waren alle Pferde draußen auf der Weide. Es gab nichts was man hätte tun können. Ich saß schweigend mit der Familie Pitt und sah die Scheune niederbrennen. 
 
Am nächsten Morgen machte ich mich bereit zur Abfahrt und wollte Larrys Hunde zu den anderen verfrachten, die ich bereits im Trailer hatte. Ich war darauf eingestellt sie aufzunehmen und zu tragen als Larry mich anwies, mich an die Rampe zu stellen und nur darauf zu achten, dass meine Hunde nicht herauskämen.  
 
Sein Pack wuselte im Freien um ihn herum und er hatte keinen Pikör. Er rief den Namen jedes Hundes, den er mir zugedacht hatte, zeigte in Richtung Anhänger und sie gingen einfach hinein, ohne Schieben oder Schubsen oder Getöse. Wir haben sie nicht einmal berührt. Ein wunderbares Beispiel für Vertrauen nach einer ganz besonders aufregenden Nacht. Umso beeindruckender war, dass diese Hunde so einfach auf einen ihnen völlig fremden Transporter gingen, voll mit unbekannten Hunden.  
 
Ein Pikör kann eine Menge davon lernen, wie der Huntsman das Vertrauen eines Hundes erwirbt. Jeden Tag mit den Hunden spazieren zu gehen ist ein Anfang. Manchmal sitzt der Huntsman auch einfach in einem Raum zusammen mit einem schüchternen Hund, redet und spielt mit ihm um eine Beziehung aufzubauen. Sie füttern, sie versorgen hat eine große Wirkung, denn damit befriedigt der Huntsman Bedürfnisse der Hunde oder verbessert ihre Situation, wenn sie hungrig oder unwohl sind.  
 
Beständigkeit, Durchgängigkeit, Konsequenz, Folgerichtigkeit in der Behandlung der Hunde ist sehr wichtig. Seien Sie nicht zu streng, aber auch nicht zu schwach. Immer belohnen oder bestrafen für die gleichen Aktionen. Hunde müssen ihren Freiraum und ihre Grenzen kennen. Die meisten Huntsmen betonen, dass die wichtigste Überlegung im Umgang mit Hunden Ehrlichkeit und Beständigkeit sind. Niemals die Hunde belügen. Das kann man einmal machen und sie werden es verzeihen. Macht man es zweimal, dann entziehen sie ihr Vertrauen.  
 
Marty Wood, MFH der Live Oak Hounds in Florida fügt noch hinzu: Niemals einen Hund hereinlegen oder ihn runtermachen oder unterbrechen, wenn er sich bemüht. Immer gerecht belohnen und das Beste zu seinen Gunsten annehmen, sobald man ihm vertraut.  
 
Dieser Ratschlag, gepaart mit viel Zeit bei der Beschäftigung mit den Hunden, schafft Hunde, die sich sehr bemühen werden zu gefallen. 
 
 
 

Warum manche Packs besser jagen als andere
Die Frage hat mich über Jahre beschäftigt. Seit Jahrhunderten wurden Hunde gezüchtet um zu jagen. Die passende Antwort liegt ganz nah bei der Erkenntnis warum Hunde ihrem Huntsman vertrauen. Lassen Sie alle anderen Einflüsse für einen Moment außen vor und konzentrieren sich nur auf den Huntsman. 
 
Ich habe Huntsmen erlebt, deren Hunde sie hingebungsvoll liebten. Im Kennel und beim Spaziergang waren sie willig, glücklich, beteten den Huntsman an und waren bereit ihm oder ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Diese Huntsmen gingen regelmäßig mit ihren Hunden raus und fütterten sie täglich. Trotzdem gab es darunter einige Packs, die bei der Jagd entweder nicht suchten oder nicht gut jagten.  
 
Ich bin auch mit einigen Packs unterwegs gewesen, wo die Huntsmen ihre Hunde nicht oft draußen führten oder sie selbst fütterten. Meistens machte das der Kennel-Huntsman oder ein Pikör. Oft genug kam es vor, dass die einzige Zeit, die sie mit den Hunden verbrachten die Zeit war, wenn sie auf Jagd gingen. Trotzdem schien es so als würden auch diese Hunde ihren Huntsman lieben. Sie jagten wie die Teufel, suchten hervorragend und lieferten in schöner Regelmäßigkeit guten Sport. 
 
Damit es keine Missverständnisse gibt: Ich behaupte keinesfalls, dass Hunde besser suchen, wenn ihr täglicher Pfleger nicht derjenige ist, der auch mit ihnen auf die Jagd geht. Ich sage, dass der tägliche Spaziergang und die Fütterung des Packs nicht die unabdingbare Voraussetzung für gute Fährtenarbeit und Jagd sind.  
 
Zur Vertrauensbildung kommt eine andere Beobachtung von Mason Lampton, MFH und Huntsman der Midland aus Georgia. Er glaubt, dass es wichtig ist, dass der Huntsman die Hunde dort anlegt oder sie voranschickt wo die Fährte frisch genug ist, um die Hunde auf dem Scent zur Beute zu bringen. So lernen die Hounds dem Huntsman zu vertrauen und zu ihm aufzusehen, weil er ein Teil ihres Packs ist und so gut wie der beste Kopfhund.   
 
Eidon Letts, Joint-MFH und Pikör für die College Valley/North Northumberland Meute in England antwortet in vier Worten auf die Frage, wie ein Huntsman das Vertrauen seiner Hunde erwirbt: Indem er Recht hat!  Sie meint damit, dass Hunde lernen, dass sie sehr wahrscheinlich einen Fuchs finden, wenn ihr Huntsman mit ihnen jagen geht. So entsteht ein starkes Band. Sie meint auch, dass Vertrauen dann entsteht, wenn der Huntsman sie wieder auf Kurs bringt, wenn sie eine Fährte verloren haben und allein nicht mehr weiter wissen.  
 
Kombiniert man Letts Ansicht mit dem Wissen um die Prioritäten des Hundes, dann wird eines klar: Hunde haben eine Hierarchie der Bedürfnisse, jene berühmte Pyramide, wie wir sie auch vom Menschen kennen. Beim Hund gehört dazu: Wasser, Futter, ein Dach über dem Kopf, Gesundheit, Trost, Liebe und Sex. Aber über allem anderen steht Jagen. Hunde stellen alles andere dem Jagen hintenan. 
 
Der Huntsman, der immer alles ihm Mögliche unternimmt damit seine Hunde etwas finden um es bei der Jagd zu verfolgen wird immer beliebter sein als der Huntsman, der in bestem Einklang mit seinen Hunden steht, aber nicht das Gelände oder das Wild hat für sie.  
 
Hounds vertrauen darauf, dass ihr Huntsman ihnen Gelegenheit gibt Wild aufzuspüren. Die größte Belohnung für einen Hund ist die Jagd und ein Erfolg . Wer ihn motivieren will, nimmt den Hund mit auf die Jagd. Wenn dort nichts zu jagen ist wird der Hund schließlich die Jagd aufgeben und das Vertrauen zu seinem Huntsman verlieren. 
 
Kann ein Huntsman eine Deckung ausheben wo die Hunde regelmäßig fündig werden, dann werden die Hunde jagen und suchen wie die Teufel. Hunde scheinen zu wissen, dass sie umso erfolgreicher sein werden je mehr sie sich anstrengen. Sie übertragen ihr Wohlgefühl bei der Jagd auf den Huntsman. Er oder sie ist es, der ihnen das ultimative Wohlgefühl und Belohnung gibt: Jagen Wer die Bedürfnisse eines Hundes versteht bekommt Einblick was er von einem Hund erwarten darf.  
 
 


Körpersprache beobachten
Die Körpersprache eines Hundes verrät was er denkt oder vorhat. Die Kopfhaltung während des Jagens (Nase am Boden, auf Körperhöhe oder höher?) zeigt die Scent-Bedingungen. Behält er die Nase am Boden kann er nicht so schnell rennen. Galoppiert der Hund mit dem Kopf etwa in Schulterhöhe, dann ist der Scent ziemlich sicher gut und das Tempo wird hoch sein. Trägt der Hund den Kopf sehr hoch erhoben, richtet er sich bei einem Check gar auf die Hinterläufe auf oder springt im Lauf hoch in die Luft, dann versucht er die Fährte in der Höhe aufzunehmen. Dann liegt der Scent wahrscheinlich sehr hoch und man darf nicht viel erwarten. 
 
 

Die Denkweise des Hundes verstehen
In großartigen Packs vertrauen die Hunde ihrem Huntsman und folgen ihm  und er vertraut ihnen. Wir können verstehen, was einen Huntsman dazu bringt seinen Hunden zu vertrauen: ihre bisherige Leistung, Zuverlässigkeit und seine Kenntnis über die Fähigkeiten der einzelnen Hunde. 
 
Tommy Haney, professioneller Huntsman der Mooreland Hunt in Alabama hat eine ganz bestimmte Philosophie im Umgang mit Hounds: Leg mich einmal rein, Schande über Dich, leg mich zweimal rein und Schande über mich.  
 
Autor: Lt. Col. (ret.) Dennis J. Foster, ex-MFH und heute Geschäftsführer der Amerikanischen Masters of Foxhound Association, Übersetzung: Petra Schlemm 
 

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